Historisches |
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Ursprung des Karate
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Karate ist eine Kampfkunst mit Wurzeln im China der Tang-Dynastie (7.-10. Jhdt.), dem Japan des siebten Jhdts. und seinem eigentlichen Entstehungsort Okinawa, der Hauptinsel der Ryûkyû-Gruppe, wo es zwischen dem achtzehnten und dem beginnenden zwanzigsten Jhdt. seine charakteristische Form annahm. Nach seiner Verbreitung in Japan in den 1920ern und der restlichen Welt gilt es als japanische Kampfkunst. Seitdem bedeutet es wörtlich „leere Hand", während es auf Okinawa als Tôde oder Karate (wörtlich „chinesische Hand" ) bezeichnet wurde. „Hand" ist dabei im Sinne von „Kampftechnik" oder „Methode" zu verstehen. Im Zuge der Veränderungen, die die japanischen Kampfkünste in der Moderne durch das Dai Nihon Butokukai erfahren haben, spricht man heute auch von Karatedô,dem „Karate-Weg. |
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Waffen im Karate
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Karate ist ursprünglich keine rein waffenlose Kampfkunst – die klassischen Jûjutsu-Stile (Koryû Jûjutsu) sind es auch nicht, wenngleich dies z.B. im modernen Jiu-Jitsu behauptet wird. Die im okinawanischen Kobudô verwendeten chinesischen und okinawanischen Waffen (Bô, Sai, Tonfa, Nunchaku usw.) dienen – ebenso wie das Schwert und die anderen Klingenwaffen des japanischen Kobudô – als Verlängerung des Körpers und damit der eigenen Technik. Versierte Karateka sollten wenigstens die Grundlagen dieser Waffen beherrschen, da sie als zum Karate zugehörig gelten müssen. |
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Bo
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Der Bo, auch Langstock, ist eine Waffe aus Okinawa (dort Kun genannt), die beispielsweise im Bujinkan, im Kobudō, in verschiedenen Schulen des Koryu, aber auch in bestimmten Karate-Stilen eingesetzt wird. Die Kampftechnik mit dem Bo wird als Bojutsu bezeichnet. In vietnamesischen Kampfkünsten wird die Bezeichnung „Con“ verwendet. Im chinesischen Wushu findet eine Variante mit dem Namen „Gun“ Anwendung. Dieser ist jedoch an einem Ende dünner als am anderen Ende. Der Bo wurde erstmals von den Shaolin-Mönchen eingesetzt, durch die er dann auch nach Japan gelangte. Den Mönchen war es damals von der Regierung verboten, Waffen zu tragen. Da sie auf ihren Reisen jedoch oft überfallen wurden, mussten sie eine unauffällige Waffe entwickeln und meistern, die unscheinbar und dennoch wirkungsvoll ist. Sie trugen auf ihren Reisen fortan also den Bo als Wanderstab, der sich in Kampfsituationen sofort als Waffe verwenden ließ. |
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Sai
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Das Sai oder auch Saigabel ist eine Waffe aus Okinawa, die unter anderem im Kobudo, Karate Verwendung findet. Das Manjisai ist eine Variante des Sai. Die Jitte ist eine dem Sai ähnliche Waffe, welche unter anderem im Koryu trainiert wird. Das Sai ist ähnlich aufgebaut wie eine Gabel oder ein Dreizack und ist kein, wie irrtümlich oft behauptet wird, landwirtschaftliches oder aus dem Fischfang entstandenes Arbeitsgerät. Die Mittelzinke ist etwa dreimal so lang wie die beiden äußeren. Die Sai sind je nach Ausführung zwischen 45 cm und 52 cm lang (im besten Fall etwas länger als der Unterarm) und heute meist verchromt oder mattschwarz. Der Schaft ist zumeist rund oder oktagonal. Das Sai existiert in einer Vielzahl von Varianten. |
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